Fellwechsel im Herbst: Warum dein Hund jetzt plötzlich so stark haart

Fellwechsel im Herbst: Warum dein Hund jetzt plötzlich so stark haart

Kaum wird es draußen herbstlich, sammeln sich drinnen die Hundehaare. Dahinter steckt oft ein ganz natürlicher saisonaler Fellwechsel.

Tempo di lettura: 5min
Da: Selina Thiele
Modificato: 22.10.2026
Pubblicato: 22.10.2026

Gefühlt war eben noch Sommer – und plötzlich kleben Hundehaare am Sofa, an der Kleidung und überall dort, wo sie nicht hingehören. Wenn dein Hund plötzlich stark haart, muss das jedoch nicht automatisch ein Grund zur Sorge sein. Häufig steckt der ganz normale Fellwechsel im Herbst dahinter. Dabei passt sich das Haarkleid deines Vierbeiners an die kühlere Jahreszeit an. Was dabei passiert und wie du deinen Hund begleiten kannst, erfährst du hier.

Warum verliert mein Hund im Herbst so viel Fell?

Der Fellwechsel folgt bei vielen Hunden einem saisonalen Rhythmus. Vor allem die kürzer werdenden Tage beeinflussen den Wechsel des Haarkleids. Dabei bekommt dein Hund nach und nach sein Winterfell und stößt einen Teil seines leichteren Sommerfells ab. Der VDH nennt als typische Fellwechselzeiten unter anderem die Monate September und Oktober.

Besonders sichtbar ist der Fellwechsel bei Rassen mit doppelschichtigem Fell. Neben dem Deckhaar besitzen sie eine weiche Unterwolle, die in der kalten Jahreszeit dichter werden kann. Gleichzeitig lösen sich ältere Haare. Und die landen anschließend gern auf Teppich, Hundebett und Lieblingspullover.

Wie intensiv ein Hund haart, ist individuell. Felltyp, Rasse, Alter und Haltungsbedingungen können beeinflussen, wie deutlich der saisonale Fellwechsel ausfällt.

Wie lange dauert der Fellwechsel beim Hund?

Meist zieht sich die haarige Phase über mehrere Wochen. Als grobe Orientierung nennt der Verband für das Deutsche Hundewesen für einen Fellwechsel etwa sechs bis acht Wochen. Der genaue Zeitraum kann jedoch von Hund zu Hund variieren.

Bei manchen Vierbeinern fällt der Übergang kaum auf. Andere hinterlassen dagegen mehrere Wochen lang beeindruckende Fellberge in der Wohnung. Auch Hunde, die überwiegend drinnen leben, können weniger ausgeprägte saisonale Unterschiede zeigen.

So kannst du den Fellwechsel unterstützen

Ganz verhindern lässt sich der natürliche Haarwechsel nicht. Mit einer passenden Pflegeroutine kannst du deinen Hund aber während dieser Zeit begleiten und lose Haare gezielt entfernen.

- Regelmäßig bürsten: Eine zum Felltyp passende Bürste löst abgestorbene Haare und überschüssige Unterwolle.

- Lieber kurz und entspannt: Mehrere kurze Pflegeeinheiten können angenehmer sein als eine ausgedehnte Bürstensitzung.

- Haut im Blick behalten: Beim Bürsten kannst du gleichzeitig auf Rötungen, Schuppen oder andere auffällige Stellen achten.

- Auf eine ausgewogene Ernährung achten: Für Haut und Fell benötigt der Körper verschiedene Nährstoffe. Dazu gehören unter anderem Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Entscheidend ist die ausgewogene Zusammensetzung der gesamten Ration.

Unser Tipp: Lässt sich dein Hund nur mäßig fürs Bürsten begeistern, können kleine Snacks für entspannte Momente sorgen. Dafür eignen sich zum Beispiel unsere Veggies Skincare. Sie enthalten unter anderem Hanfsamen und damit essenzielle Fettsäuren, die zur Haut- und Fellgesundheit beitragen können.

Wann steckt vielleicht mehr als der Fellwechsel dahinter?

Ein normaler Fellwechsel betrifft das Haarkleid meist großflächig. Treten gleichzeitig deutliche Veränderungen an Haut oder Fell auf, lohnt sich ein genauerer Blick. Zu den Symptomen, die du beobachten solltest, gehören beispielsweise:

- kahle oder deutlich ausgedünnte Stellen

- tarker oder länger anhaltender Juckreiz

- gerötete, schuppige oder nässende Haut

- häufiges Kratzen, Lecken oder Knabbern

- ungewöhnlich starker Haarverlust außerhalb der typischen Fellwechselzeiten

Solche Veränderungen müssen nicht mit dem normalen saisonalen Haarwechsel zusammenhängen. Da dafür verschiedene Ursachen infrage kommen, solltest du bei ausgeprägten oder länger anhaltenden Auffälligkeiten tierärztlichen Rat einholen.

Haare überall? Das geht auch wieder vorbei

Ein paar haarige Wochen gehören für viele Hunde zum Jahresrhythmus dazu. Regelmäßiges Bürsten hilft dabei, loses Fell zu entfernen und gleichzeitig Haut und Haarkleid im Blick zu behalten. Eine ausgewogene Ernährung versorgt deinen Hund zudem mit wichtigen Nährstoffen.

So kannst du deinen Vierbeiner gut durch den Fellwechsel begleiten – auch wenn sich die Haarberge zu Hause nicht ganz vermeiden lassen. Und falls nach jeder Bürstenrunde gefühlt genug Fell für einen zweiten Hund übrig bleibt: Der nächste Staubsaugereinsatz kommt bestimmt.

Selina
Torna al blog