Typische Symptome für das Krankheitsbild
Struvitsteine machen sich bei Hunden durch verschiedene Anzeichen bemerkbar – typische Symptome sind zum Beispiel:
- Vermehrtes Wasserlassen in kleinen Mengen
- Pressen, Schmerzen oder Unruhe beim Lösen
- Übelriechender oder trüber Urin
- Blut im Urin
- Lecken im Genitalbereich
- Gelegentliche Unsauberkeit in der Wohnung
- Bauchschmerzen
- Mattigkeit
Da diese Symptome auch bei anderen Erkrankungen der Harnwege auftreten können, ist eine eindeutige Abklärung durch den Tierarzt oder die Tierärztin erforderlich.
Diagnose: Schritt für Schritt erklärt
Für eine sichere Diagnose ist eine frische Urinprobe entscheidend. Dabei wird unter anderem der pH-Wert gemessen und das sogenannte Urinsediment untersucht. Zusätzlich kann eine Bakterienkultur zeigen, ob Keime beteiligt sind und welches Medikament im Ernstfall am wirksamsten ist. Mithilfe bildgebender Verfahren wie Ultraschall oder Röntgen lassen sich die Lage, Anzahl und Größe der Steine bestimmen. Auf dieser Grundlage lässt sich eine passende Behandlung planen.
Möglichkeiten zur Behandlung von Struvitsteinen
Die Behandlung richtet sich nach der Größe der Steine, pH-Wert und Infektionslage. Um die Struvitsteine beim Hund wieder loszuwerden, gibt es verschiedene Möglichkeiten, welche stets tierärztlich abgestimmt werden sollten:
- Antibiotische Therapie: Bei infektionsbedingten Struvitsteinen wird in der Regel ein Antibiotikum verabreicht, meist bis über die vollständige Auflösung hinaus.
- Therapeutische Diät: Spezialfutter senkt den Urin-pH in den leicht sauren Bereich und reguliert Magnesium und Phosphat.
- Ansäuerung des Urins: In ausgewählten Fällen kommt die Aminosäure Methionin ergänzend zur Diät zum Einsatz – nur nach tierärztlicher Rücksprache.
- Wasseraufnahme steigern: Mehr Harnvolumen verdünnt Kristalle und unterstützt das „Ausspülen“. Nassfutter, Trinkbrunnen oder Brühezugabe können helfen.
- Schmerz- und Spasmolytika: Lindern Beschwerden und erleichtern das Wasserlassen in der Akutphase.
- Chirurgische oder minimalinvasive Entfernung: Große oder obstruktive Steine, die sich nicht auflösen lassen, werden operativ (z. B. Zystotomie) oder minimalinvasiv (Laserlithotripsie, Urohydropropulsion) entfernt.
- Hausmittel: Manche setzen zur Harnwegsunterstützung auf Cranberrys. Die enthaltenen Polyphenole können das Anhaften bestimmter Bakterien beeinflussen – ersetzt jedoch keine tierärztlich gesteuerte Behandlung.