
Vorsicht, giftige Pilze: So schützt du deinen Hund
Wenn im Herbst die Pilze sprießen und der Spazierweg nach feuchter Erde duftet, steigt auch die Neugier unserer Vierbeiner. Doch genau hier lauern die Gefahren: Zwischen Laub und Moos stehen harmlose Pilze dicht neben gefährlichen Doppelgängern, bei denen bereits ein kleiner Biss ernsthafte Folgen haben kann. Im Folgenden erfährst du, wie du das Risiko einer Pilzvergiftung verringerst und im Ernstfall richtig handelst.
Da: Alena Thielert
Modificato: 19.12.2025
Pubblicato: 19.12.2025
Dürfen Hunde Pilze fressen?
Die kurze Antwort lautet: Lieber nicht. Selbst vermeintlich essbare Sorten können bei Hunden Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Außerdem ist die Verwechslungsgefahr mit Giftpilzen enorm hoch. Manche Toxine wirken auch verzögert und bleiben trotz des Erhitzens aktiv. Deshalb gilt: Hunden lieber keine Pilze füttern.
Diese gefährlichen Pilze lauern im Wald und Garten

Pilze wachsen zwischen Laub, Moos und im frisch gemähten Rasen oft genau da, wo unsere Hunde neugierig schnuppern. Sowohl im Wald als auch im eigenen Garten können sie so unbemerkt zur Gefahr werden. Einige Arten sind hochgiftig und können schwere Organschäden verursachen, die im schlimmsten Fall sogar tödlich verlaufen.
Zu den besonders gefährlichen Pilzen zählen:
- Grüner Knollenblätterpilz: extrem giftig; kann schweres Leberversagen auslösen
- Roter Fliegenpilz: enthält Nervengifte; möglich sind Krämpfe und neurologische Ausfälle
- Pantherpilz: ähnlich toxisch wie der Fliegenpilz, mit deutlicher Wirkung auf das Nervensystem
- Frühjahrslorchel: enthält giftige Hydrazine; schon geringe Mengen sind riskant
- Satans-Röhrling (Teufelspilz): führt häufig zu massiven Magen-Darm-Beschwerden
- Nadelholzhäubling/Gifthäubling: gilt als hochgiftig und ist leicht zu verwechseln
- Riesenrötling: einer der giftigen Rötlinge, unbedingt meiden
- Ziegelroter Risspilz: gehört zu den muscarinreichen Pilzen, die für Hunde giftig sind, oft unauffällig im Erscheinungsbild
- Muscarinhaltige Arten: können schwere Vergiftungen mit starkem Speichelfluss, Erbrechen und Kreislaufproblemen hervorrufen
Symptome einer Pilzvergiftung beim Hund erkennen
Eine Pilzvergiftung kann bei Hunden je nach Toxin sehr unterschiedlich aussehen. Häufige Symptome sind:
- Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen)
- Starker Speichelfluss
- Unruhe oder Apathie
- Veränderte Pupillen (je nach Toxin verengt oder erweitert)
- Zittern, Taumeln und Koordinationsstörungen
- Krampfanfälle
- Gelbliche Schleimhäute, dunkler Urin, allgemeine Schwäche (Hinweis auf Leberbeteiligung)
Achtung: Die Symptome können sofort einsetzen – oder erst Stunden später. Einige Gifte wirken verzögert, sodass der Hund zunächst unauffällig wirkt und dennoch gefährdet ist. Im Zweifel gilt: jede Auffälligkeit ernst nehmen und tierärztlich abklären lassen.
Was tun, wenn dein Hund giftige Pilze gefressen hat?
Wenn dein Hund einen giftigen Pilz gefressen hat, dann zählt jede Minute. Bleib ruhig und folge am besten unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Tierärzt:in anrufen & losfahren: Kurz vorab durchklingeln und dann direkt in die Praxis oder Tierklinik fahren. Schildere am Telefon das Gewicht deines Hundes, den Zeitpunkt und die geschätzte Menge der Aufnahme sowie erste Anzeichen.
- Proben sichern: Packe Pilzreste oder Erbrochenes in einen Beutel und mache Fotos vom Fundort – das erleichtert die Bestimmung der Pilzsorte.
- Keine Hausmittel: Bitte löse nicht selbst Erbrechen bei deinem Vierbeiner aus, es sei denn, dein:e Tierärzt:in fordert dazu auf. Auch Aktivkohle solltest du nur nach tierärztlicher Anweisung geben.
Bei einer Vergiftung durch Pilze handelt es sich um einen akuten Notfall. Frühzeitige, professionell überwachte Schritte wie kontrolliertes Entleeren des Magens, Bindemittel und Infusionen können den Verlauf positiv beeinflussen und Komplikationen reduzieren. Je schneller die Hilfe, desto besser die Chancen.
Sicher durch den Herbst mit unseren Tipps
Im Herbst schützt vorausschauendes Management deinen Vierbeiner am besten. Halte den Garten kurz gemäht und entferne regelmäßig alle Pilze – besonders nach Regenperioden lohnt sich ein gründlicher Kontrollgang.
Beim Spaziergang wählst du besser feste Wege und meidest typische Pilz-Hotspots wie feuchte Laubteppiche, Moos und Totholz. Im Wald gehst du auf Nummer sicher, wenn du deine Fellnase an der Leine führst. Bei notorischen „Staubsaugern“ kann außerdem ein gut sitzender Maulkorb hilfreich sein. Ein verlässliches Abbruchsignal wie „Aus“ und großzügige Belohnungen für alternative Verhaltensweisen helfen, dass dein Hund gefundene Dinge gar nicht erst interessant findet. Am besten nutzt du dafür besonders leckere Snacks wie unsere unwiderstehlichen BEEVYS und JERKEYS.
