Bluttests, Ausschlussdiät & Co. – Möglichkeiten zur Diagnose einer Futtermittelallergie
Es gibt einige Möglichkeiten, eine Futtermittelallergie zu diagnostizieren. Darunter sind einige sehr ungenau, nicht aussagekräftig (und teuer!), werden aber trotzdem noch in vielen Praxen angeboten. Wir empfehlen dir, bei Bluttests zur Futtermittelallergie, die eine Aussage darüber treffen sollen, auf welchen Nahrungsbestandteil dein Vierbeiner allergisch reagiert, lieber zu passen. Solche Tests liefern für die Futtermittelallergie keine verlässliche Grundlage.
Der Goldstandard (die Methode, die von allen am sinnvollsten und genauesten ist) ist die Eliminationsdiät, auch Ausschlussdiät genannt. Hierbei bekommt dein Hund über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen eine Diät, die ausschließlich aus einer einzigen Protein- und Kohlenhydratquelle besteht. Beide sollte der Hund noch nie vorher bekommen haben. Häufig werden Pferdefleisch und Süßkartoffeln verwendet. Als Proteinquelle kommen bei pflanzlich ernährten Hunden je nach Ausgangslage unter anderem neue pflanzliche Proteine infrage, etwa Linsen oder Lupinen, sofern dein Hund sie noch nicht kennt.
In regelmäßigen Abständen wird dann immer wieder eine weitere Zutat eingeführt, solange, bis die Allergiesymptomatik wieder auftritt. Damit hat man den Beweis einer Allergie auf die zuletzt eingeführte Komponente.
Wichtig: Während der Durchführung der Ausschlussdiät dürfen keine Leckerlis, Tischabfälle, etc. verfüttert werden! Auch Kauartikel, Zahnpflege-Snacks und aromatisierte Medikamente können das Ergebnis verfälschen.
Im letzten Schritt füttert man erneut das ursprüngliche, vermeintlich allergieauslösende Futter oder identifizierte Komponenten. Das nennt man Provokationstest. Kehren die Symptome zurück, leidet deine Fellnase an einer Futtermittelallergie gegen die getesteten Futterkomponenten. Diese müssen ab dann strikt gemieden werden.
Bei Welpen und Junghunden ist besondere Vorsicht geboten. Eine Ausschlussdiät sollte hier nur kurzzeitig und unter enger tierärztlicher und ernährungsphysiologischer Begleitung erfolgen.