Black Dog Syndrom: Warum schwarze Hunde oft übersehen werden

Black Dog Syndrom: Warum schwarze Hunde oft übersehen werden

Schwarze Hunde gelten im Tierschutz leider immer noch als schwerer vermittelbar. Das sogenannte Black Dog Syndrom beschreibt ein Phänomen, bei dem Vierbeiner allein wegen ihrer Fellfarbe seltener adoptiert werden. Dabei zeigt der Blick ins Tierheim schnell: Schwarz sagt nichts über Charakter, Temperament oder Verträglichkeit eines Hundes aus. Warum also halten sich diese Vorurteile so hartnäckig und wie können wir ihnen entgegenwirken?

Tempo di lettura: 4min
Alena ThielertDa: SEO Projx
Modificato: 05.01.2026
Pubblicato: 05.01.2026

Was hinter dem Black Dog Syndrom steckt

Das Black Dog Syndrom ist kein wissenschaftlich festgelegter Begriff, aber ein reales Muster, das viele Tierheime und Tierschutzorganisationen beobachten. Schwarze Hunde bleiben oft länger, obwohl sie genauso freundlich, klug und liebevoll sind wie Hunde mit anderen Fellfarben. Das betrifft sowohl Rassehunde als auch schwarze Mischlinge. Die Gründe dafür sind vielfältig und haben viel mit visueller Wahrnehmung und unbewussten Assoziationen zu tun.

Warum werden schwarze Hunde seltener adoptiert?

Ein Faktor ist die Art, wie wir Hunde wahrnehmen. Schwarz ist eine Farbe, in der Details weniger hervorstechen, vor allem auf Fotos. Gesichtszüge verschwimmen leichter, was die individuellen Merkmale der Tiere schwerer erfassbar macht. In einer Welt, in der viele Adoptionsentscheidungen über Social Media und Online-Profile entstehen, kann das ein echter Nachteil sein.

Dazu kommt ein kultureller Aspekt. In Filmen oder Serien werden dunkle Wesen oft als „wachsam“, „mysteriös“ oder sogar „gefährlich“ dargestellt. Diese Stereotype wirken unterbewusst und prägen unsere Einstellungen, auch wenn wir es gar nicht merken. Das hat nichts mit den Tieren selbst zu tun, sondern mit dem Bild, das wir über die Jahre gelernt haben.

Farbe ist kein Charakter – und kein Hindernis für Bindung

Wer schon einmal einen schwarzen Hund kennengelernt hat, weiß: Sie sind genauso individuell und liebenswert wie alle anderen. Ihr loyaler Blick, ihre Sensibilität und ihre Lernfreude stehen in keinem Zusammenhang mit ihrer Fellfarbe. Ein schwarzer Hund kann ein Familienhund sein, ein Sportpartner, ein gemütlicher Gefährte oder ein quirliger Optimist. Alles hängt von Persönlichkeit, Erziehung, Alltag und Bindung ab – nie von der Farbe.

Genau deshalb ist es uns von VEGDOG so wichtig, dass wir das Black Dog Syndrom sichtbar machen. Je mehr Menschen wissen, wie unbegründet diese Vorurteile sind, desto eher bekommen schwarze Hunde die Chance, die sie verdienen.

Was kann ich tun, um Vorurteile abzubauen?

Jede und jeder von uns kann einen Beitrag leisten. Schon kleine Schritte machen einen Unterschied.

Sprich offen über das Thema, wenn du Menschen triffst, die einen Hund adoptieren wollen. Teile die Geschichten schwarzer Hunde, ob aus dem Tierheim, aus deiner Nachbarschaft oder von Freund:innen. Eine persönliche Erfolgsgeschichte bleibt stärker im Kopf als jedes Vorurteil.

Wenn du selbst überlegst zu adoptieren: Schau bewusst zweimal hin. Lass Fotos nicht allein entscheiden. Frag nach Charakterzügen, beobachte das Verhalten beim Kennenlernen und geh offen in den ersten Kontakt.

Spotlight on Black Dogs

Das Black Dog Syndrom verschwindet nur, wenn wir es benennen und ihm widersprechen. Schwarze Hunde sind keine Schattenfiguren im Tierheim, sondern wunderbare Persönlichkeiten, die gesehen werden wollen. Mit Aufmerksamkeit, Austausch und offenen Herzen können wir dafür sorgen, dass auch sie ihre Chance auf ein liebevolles Zuhause bekommen.

Alena Thielert Alena Thielert

Io e il mio cane Negrutu siamo entrati a far parte del branco VEGDOG nell'ottobre 2020. Ora posso utilizzare la mia laurea in tutela dell'ambiente e l'esperienza maturata in varie attività di tutela dell'ambiente e degli animali per la newsletter, il canale YouTube, le PR e il blog.

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