
Die wichtigsten Vitamine für Hunde
Gesunde Ernährung ist das A und O für ein langes und glückliches Hundeleben – doch nicht nur Proteine und Kohlenhydrate sind wichtig, sondern auch Vitamine! Sie unterstützen den Stoffwechsel, stärken das Immunsystem und tragen zur Gesundheit von Haut und Fell bei. Doch welche Vitamine sind besonders wichtig, und woran erkennt man einen Mangel? Im Folgenden verraten wir dir, welche Vitamine Hunde wirklich benötigen und wie du deinen Liebling damit optimal versorgst.
Da: Alena Thielert
Modificato: 19.12.2025
Pubblicato: 19.12.2025
Welche Vitamine benötigen Hunde?
Vitamine sind organische Verbindungen, die für zahlreiche lebenswichtige Funktionen im Körper unerlässlich sind. Für Hunde sind vor allem die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie die wasserlöslichen B-Vitamine von entscheidender Bedeutung. Im Gegensatz zum Menschen können Hunde Vitamin C selbst herstellen, weshalb es nicht zu den essenziellen Nährstoffen zählt. Alle anderen Vitamine müssen jedoch über die Nahrung aufgenommen werden. Jedes Vitamin erfüllt dabei eine bestimmte Rolle und trägt auf seine Weise zur Gesundheit und dem Wohlbefinden deiner Fellnase bei.
Vitamin A für gesunde Augen und glänzendes Fell
Vitamin A ist unverzichtbar für den Sehvorgang, die Fortpflanzungsfähigkeit, die Gesundheit von Haut und Schleimhäuten sowie den Knochenstoffwechsel. Hunde können die Vorstufe von Vitamin A, das sogenannte Beta-Carotin, aus pflanzlichen Quellen in aktives Vitamin A umwandeln. Besonders reich an Beta-Carotin sind Karotten, Süßkartoffeln und Spinat. Ein Mangel an Vitamin A kann bei Hunden zu den folgenden Gesundheitsproblemen führen:
- Nachtblindheit
- Hautprobleme
- Negativer Einfluss auf den Knochenstoffwechsel
- Wachstums- und Fruchtbarkeitsstörungen
- Erhöhte Infektionsanfälligkeit
- Gestörte Wundheilung
Allerdings kann auch eine Überversorgung von Vitamin A Nebenwirkungen mit sich bringen. Eine Überdosierung durch synthetische Vitaminpräparate kann bei Hunden zu Skelettveränderungen, Steifheit und Appetitverlust führen.
B-Vitamine unterstützen die Nervengesundheit
Die B-Vitamine sind besonders wichtig für die Regeneration der Nerven sowie für den Stoffwechsel, die Schleimhäute und die Haut. Die Gruppe der B-Vitamine umfasst acht Typen, die alle unterschiedliche Funktionen im Körper des Hundes erfüllen.
Vitamin B1 (Thiamin): spielt eine zentrale Rolle beim Energiestoffwechsel und sorgt für eine reibungslose Kommunikation zwischen den Nervenzellen, was für ein funktionierendes Nervensystem unerlässlich ist.
Vitamin B2 (Riboflavin): ist an der Energiegewinnung beteiligt und fördert die Hautgesundheit. Zudem unterstützt es den Abbau von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten, was zur besseren Verwertung von Nährstoffen beiträgt.
Vitamin B3 (Niacin): unterstützt die Verdauung und trägt zur Gesundheit der Haut bei. Zudem ist es wichtig für den Zellstoffwechsel und die Funktion des Nervensystems.
Vitamin B5 (Pantothensäure): fördert die Bildung von Fettsäuren und Neurotransmittern und ist damit wichtig für die Energieproduktion. Darüber hinaus trägt es zu einer gesunden Haut und glänzendem Fell bei.
Vitamin B6 (Pyridoxin): ist notwendig für den Abbau von Aminosäuren und die Bildung roter Blutkörperchen. Außerdem unterstützt es das Immunsystem.
Vitamin B7 (Biotin): fördert die Gesundheit von Haut, Fell und Krallen und ist zugleich wichtig für den Fettstoffwechsel sowie die Energieproduktion.
Vitamin B9 (Folsäure): ist essenziell für die Zellteilung und das Wachstum. Es spielt eine entscheidende Rolle während der Trächtigkeit.
Vitamin B12 (Cobalamin): trägt zur Bildung roter Blutkörperchen bei und unterstützt die Funktion des Nervensystems. Zudem ist es für den Energiestoffwechsel von Bedeutung.
Bei den B-Vitaminen kann es sinnvoll sein, dem Hund ein Kombi-Präparat zu geben, da die einzelnen B-Vitamine wie Zahnräder zusammenarbeiten und sich in ihrer Wirkung ergänzen. Bevor du jedoch auf einen Vitamin-B-Komplex für Hunde setzt, kannst du die benötigten Vitamine auch über natürliche Quellen zuführen. Kartoffeln, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Nüsse sind reich an B-Vitaminen und unterstützen eine ausgewogene Ernährung.
Ein B-Vitaminmangel kann sich durch folgende Symptome äußern:
- Neurologische Auffälligkeiten
- Haut- und Fellprobleme
- Appetitminderung
- Leistungsschwäche
- Müdigkeit
Vitamin D für die Knochengesundheit und ein starkes Immunsystem
Vitamin D ist entscheidend für den Knochenaufbau, das Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden deines Vierbeiners. Im Gegensatz zu Menschen können Hunde Vitamin D3 nicht durch Sonnenlicht selbst produzieren und sind daher auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Hochwertige Quellen wie Algenöl können dabei helfen, den Bedarf zu decken. Ein Mangel an Vitamin D kann ernsthafte Folgen haben, darunter Osteomalazie bei erwachsenen Hunden sowie Rachitis bei Welpen und Junghunden.
Vitamin E schützt die Zellen deines Hundes
Vitamin E wirkt als Antioxidans und schützt die Zellen deines Hundes vor Schäden durch freie Radikale. Zudem stärkt es das Immunsystem, unterstützt die Muskelfunktion und hat eine entzündungshemmende Wirkung. Natürliche Quellen von Vitamin E sind pflanzliche Öle, Nüsse und Saaten. Ein Mangel tritt nur selten auf.
Vitamin K für den Stoffwechsel und die Blutgerinnung
Vitamin K spielt eine Rolle bei der Blutgerinnung sowie beim Knochen- und Proteinstoffwechsel. Besonders wichtig ist eine ausreichende Versorgung bei trächtigen und säugenden Hündinnen sowie bei Welpen. Das Vitamin gibt es in zwei Formen: Vitamin K1 ist vor allem in Brokkoli, Linsen und grünem Blattgemüse wie Spinat enthalten, während Vitamin K2 im Darm des Hundes selbst gebildet werden kann. Ein Mangel kann Blutungsneigung und weitere gesundheitliche Probleme verursachen.

Muss ich meinem Hund Vitamine
zufüttern?
Ein hochwertiges Alleinfuttermittel ist in der Regel so konzipiert, dass es den täglichen Bedarf deines Hundes abdeckt und ihn mit allen notwendigen Nährstoffen, einschließlich Vitaminen, versorgt. Bei VEGDOG findest du ein solches Futter. Unser Trocken- und Nassfutter wurde gemeinsam mit Tierärzt:innen entwickelt und ist demnach 100 % bedarfsdeckend.
Solltest du für deinen Vierbeiner selbst den Kochlöffel schwingen, können hingegen Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Hierfür empfehlen wir dir unser VISH OIL, das deine Fellnase mit allen essenziellen Omega-3-Fettsäuren versorgt und unser ALL-IN VELUXE, das deinem Hund wichtige Mineralstoffe und Vitamine liefert.
Ein zusätzlicher Bedarf an Vitaminen kann bei alten, kranken oder besonders aktiven Hunden bestehen. Auch während der Genesung, im Wachstum oder bei trächtigen und säugenden Hündinnen kann eine Ergänzung nötig sein. Konsultiere in solchen Fällen bitte deinen Tierarzt oder deine Tierärztin.
Von der Vitaminpaste bis zur Tablette: Die verschiedenen Darreichungsformen
Bevor du deinem Hund Vitamine zufütterst, solltest du unbedingt Rücksprache mit deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin halten. Sie können dir auch dabei helfen, die passende Dosierung und Darreichungsform zu wählen. Die Auswahl an Vitaminpräparaten für Hunde ist groß. Vitaminpasten oder flüssige Vitamine in Tropfenform sind einfach zu verabreichen und können entweder ins Futter gemischt oder direkt verabreicht werden. Auch Vitamintabletten sind eine Option für deinen Vierbeiner. Sie können ins Futter oder als Leckerli gegeben werden. Pulver lässt sich hingegen sehr gut unter das Futter mischen.
Wie erkenne ich bei meiner Fellnase einen Vitaminmangel?
Ein Vitaminmangel kann sich durch verschiedene Symptome äußern, die je nach betroffenem Vitamin variieren können. Häufige Anzeichen sind:
- Juckreiz
- Stumpfes, glanzloses oder schuppiges Fell
- Probleme beim Fellwechsel
- Appetitlosigkeit
- Erbrechen oder Durchfall
- Müdigkeit oder Lethargie
Wasserlösliche Vitamine werden mit dem Urin ausgeschieden, weshalb ein Vitaminmangel schneller auftreten kann. Fettlösliche Vitamine hingegen bleiben länger im Körper gespeichert, wodurch ein Mangel seltener vorkommt – allerdings besteht hier das Risiko einer Überdosierung. Bei Verdacht auf einen Vitaminmangel lass das bitte tierärztlich abklären – eine Diagnose kann ausschließlich deine Tierärzt:in stellen.
Vorsicht vor einer Überversorgung von Vitaminen
Während ein Mangel an Vitaminen gesundheitliche Probleme verursachen kann, ist auch eine Überversorgung nicht unproblematisch. Besonders bei fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K) kann es zu einer Hypervitaminose kommen, da der Körper sie nicht einfach über den Urin ausscheiden kann. Überschüssige Mengen lagern sich im Fettgewebe oder in der Leber ab und können langfristig gesundheitliche Schäden verursachen.
Fazit: Die richtige Vitaminversorgung für deinen Hund
Vitamine sind essenziell für die Gesundheit deines Hundes. Durch ein hochwertiges Alleinfuttermittel sind die meisten Vierbeiner in der Regel mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Kranke und ältere Hunde haben allerdings häufig einen erhöhten Bedarf, daher kann es sinnvoll sein, gezielt auf ihre Vitaminzufuhr zu achten. Falls du unsicher bist, ob dein Hund zusätzliche Vitamine benötigt, lass dich von deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin beraten.
